quellen

quellen
1quellen:
Das starke Verb mhd. quellen, ahd. quellan, das im germ. Sprachbereich außer im Dt. nur noch im aengl. 2. Partizip ‹ge›collen- »aufgeschwollen« nachweisbar ist, geht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf eine Wurzel *gel- »quellen, ‹über›fließen, herabträufeln« zurück, vgl. z. B. aind. gálati »träufelt, fällt herab«. Das schwache Verb 2quellen »im Wasser weichen lassen« ist das zu »1quellen« gebildete Veranlassungsverb und bedeutet eigentlich »quellen machen«. Um das starke Verb gruppieren sich die Substantivbildungen Qualle, Qualm und Quelle, daneben dichterisch auch: Quell. Das Substantiv »Quell‹e›« ist wahrscheinlich eine junge Rückbildung aus »1quellen«, die vom Ostmitteld. ausgehend gemeinsprachlich geworden ist.
Da das Wort in mhd. Zeit fehlt, setzt es schwerlich ahd. quella »Quelle« fort.

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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